Samstag, 28. Januar 2017

Rezension, Grenzlandtage


Es gibt viele Bücher über Flüchtlinge. Gute und schlechte, bewegende und langweilige, verheiligende und verteufelnde.
Doch dieses Buch gibt es nur einmal!





"Grenzlandtage", ein Buch mit Grenzen

Autor:
 Peer Martin
Verlag: Oetinger
Format: E-book, Taschenbuch
Seiten: 464
Preis:  13,99€
Genre: Jugendbuch, Flüchtlinge
Altersempfehlung: Ab 14





Inhalt
Zwei Wochen Urlaub alleine, auf einer griechischen Insel, warten auf Jule. Doch dann tritt sie einen Jungen, mit einer verletzten Hand, Asman, einen Flüchtling. Und bald ist nichts mehr, wie es zuvor einmal war.


Der erste Satz
" »Mondlicht auf dem Wasser.
 Damit beginnt es.
 Mondlicht und die See, Mondlicht und tausend Sterne, und in der Ferne ein Streifen Land hinter den silbrigen Wellen: 
Europa. "


Meine Meinung

Das Buch ist gut, sehr gut. Doch fast genauso viele gute Seiten es gab, desto viele Schattenseiten waren vorhanden. Die Übergänge sind flüssig, sehr flüssig. 
Doch lasst mich (soweit möglich) mit den positiven Dingen beginnen.

Eines dieser positiven Dinge ist der Schreibstiel. Wie ihr oben in den ersten Sätzen sicher schon bemerkt habt, ist er sehr poetisch und leicht melancholisch, nebenbei bemerkt lässt er sich übrigens auch sehr gut lesen.
Doch die Übergänge sind flüssig ...
Besonders am Anfang konnte ich diese Melancholie einfach nicht nachvollziehen, und auch die Poesie war mir an manchen Stellen einfach zu viel.

Auch positiv finde ich die vielen bildlichen Beschreibungen. So konnte ich mir die ganze Umgebung gut vorstellen, und kam einfach in das Buch rein.
Doch die Übergänge sind flüssig ...
"Feenkinder", "Glasperlenaugen", "Bildschön", "Bestaussehend", "Wie aus einem Film", wenn alles und jeder so beschrieben wird, und selbst das ganze Leid toll ist,ist dies irgendwann nur noch nervend und hat keine Bedeutung mehr, hier war dies so.

Auch gut gefallen hat mir wie das Thema Flüchtlinge angegangen wird.
Doch die Übergänge sind flüssig ...
Aus meiner Sicht wurden die Flüchtlinge zwar eher leicht in den Himmel hochgelobt, als das ein gutes Gleichgewicht zwischen verteufeln und hochloben herrschte, aber dies war wirklich nur minimal. Ein größeres Problem hatte ich mehr damit, wie reibungslos alles ablief. Kein Religionskrieg, keine Probleme mit der "Westlichen Welt", und ein Arzt der sofort bereitwillig hilft ...

Und als letztes die Liebesgeschichte. Sie war toll, leicht romantisch und spannend
Doch die Übergänge sind flüssig ...
Eine 17 Jährige mit einem 22 Jährigen. Sie Jungfrau, er sexuell Erfahren. Sie vergisst das Kondom, trotz seinen vielen sexuellen Erfahrungen mit Prostituierten (Mal ganz abgesehen von möglichen Schwangerschaften oder so).
Er betatscht sie, sie begutachtet solange den See.
Ich habe mich während dieser Szene so unwohl gefühlt, das ich sie nur überflogen später ganz übersprungen habe.


Fazit
Das Buch ist ein Buch der Übergänge. Fast hätten die positiven Seiten gewonnen, und ich hätte dem Buch dennoch 4,5 Sterne gegeben. Dann kam der Sex... Ich kann dem Buch keine 4,5 Sterne mehr geben, vier sind zu gut, drei zu schlecht.
Aus diesem Grund werde ich dieses Mal darauf verzichten Sterne zu verteilen, oder euch eine Empfehlung aus/abzusprechen. 
Auf Amazon und Lovelybooks werde ich notgedrungen 3 Sterne vergeben.






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